EU plant digitale Unabhängigkeit: Fokus auf Cloud-Dienste und KI in Europa

EU plant digitale Unabhängigkeit: Fokus auf Cloud-Dienste und KI in Europa

Autor: Provimedia GmbH

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Kategorie: KI-News

Zusammenfassung: Die Studie warnt vor den ökologischen Folgen des KI-Booms, der bis 2030 hohen Energieverbrauch und Elektroschrott verursachen könnte.

Digitale Infrastruktur: EU will bei Clouddiensten und KI unabhängiger von USA und China werden

Die EU-Kommission hat ein umfassendes Gesetzespaket vorgestellt, das darauf abzielt, Europa unabhängiger von digitaler Infrastruktur aus den USA und China zu machen. Ein zentrales Element dieses Plans ist die Förderung europäischer Halbleiter und die Speicherung sensibler Daten ausschließlich auf europäischen Servern. Die Kommission plant, die Kapazität von Rechenzentren in Europa in den nächsten fünf bis sieben Jahren zu verdreifachen, um die technologische Souveränität zu stärken.

„Wir können es uns nicht leisten, bei den Technologien, die den Betrieb unserer Krankenhäuser, die Stabilität unserer Energienetze und die Sicherheit unserer Dienste gewährleisten, von anderen abhängig zu sein“, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Zusätzlich sollen öffentliche Stellen in der EU nur noch Clouddienste und KI-Modelle nutzen, bei denen ihre Daten auf europäischen Servern bleiben. Dies schließt Anbieter aus Ländern außerhalb der EU, insbesondere die USA, aus, aufgrund der weitreichenden Befugnisse des Inlandsgeheimdienstes FBI. Die EU-Kommission plant auch, Open-Source-Anbieter zu fördern, um die Kontrolle über kritische Daten zu gewährleisten.

Zusammenfassung: Die EU-Kommission strebt an, die digitale Unabhängigkeit Europas zu erhöhen, indem sie die Kapazität von Rechenzentren verdreifacht und die Speicherung sensibler Daten auf europäische Server beschränkt.

Künstliche Intelligenz und Co: Konzentration ohne Jobwachstum

Eine neue Analyse zeigt, dass große Unternehmen in der Wirtschaft heute viel stärker dominieren als noch vor 120 Jahren, jedoch kaum neue Stellen schaffen. Die Untersuchung des Kiel Instituts und anderer Institutionen belegt, dass die größten Unternehmen einen wachsenden Anteil der Wertschöpfung auf sich vereinen, ohne dass dies zu einem Anstieg der Beschäftigung führt. In Deutschland entfielen in den 1920er-Jahren auf die größten ein Prozent der Unternehmen rund 50 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Umsätze, heute sind es etwa 75 Prozent.

Die Studie zeigt, dass trotz der steigenden Unternehmenskonzentration die Beschäftigungskonzentration relativ stabil geblieben ist. Dies könnte auf die zunehmende Automatisierung und den Einsatz von KI zurückzuführen sein, die es großen Unternehmen ermöglichen, ihre Effizienz zu steigern, ohne entsprechend mehr Arbeitskräfte einzustellen.

Zusammenfassung: Die Analyse zeigt, dass die Konzentration von Unternehmen in der Wirtschaft zunimmt, während die Schaffung neuer Arbeitsplätze stagnieren bleibt, was auf Automatisierung und KI zurückzuführen sein könnte.

Der britische KI-Minister Kanishka Narayan nimmt am AI Summit London teil

Der AI Summit London, der vom 10. bis 11. Juni 2026 im Tobacco Dock stattfindet, feiert sein 10-jähriges Jubiläum und wird von über 5.000 Teilnehmern, 300 Referenten und mehr als 100 Sponsoren und Ausstellern besucht. Kanishka Narayan, der britische Minister für KI und Online-Sicherheit, wird einen Überblick über die Fortschritte in der KI-Politik und -Innovation geben.

Das Programm umfasst neue Tracks, die sich auf Unternehmenstransformation, verantwortungsvolle KI und Cybersicherheit konzentrieren. Zudem wird es interaktive Workshops und Pitch-Wettbewerbe für Start-ups geben, um innovative Ideen zu fördern und Investoren zu vernetzen.

Zusammenfassung: Der AI Summit London 2026 wird eine bedeutende Veranstaltung für KI-Entwicklungen sein, mit einer Vielzahl von Programmpunkten, die auf die Zukunft der Technologie abzielen.

Millionen nutzen KI täglich – und die Umwelt zahlt einen hohen Preis

Eine aktuelle Studie warnt vor den ökologischen Folgen des globalen KI-Booms, der einen hohen Energie- und Ressourcenverbrauch mit sich bringt. Der Bericht des UN-Instituts für Wasser, Umwelt und Gesundheit hebt hervor, dass die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz bis 2030 jährlich bis zu 2,5 Millionen Tonnen Elektroschrott verursachen könnte, was dem jährlichen Entsorgen von fast 250 Eiffeltürmen entspricht.

Die Studie zeigt, dass 90 Prozent der KI-spezialisierten Cloud-Rechenkapazitäten in den USA und China konzentriert sind, während nur 16 Prozent der Länder über solche Kapazitäten verfügen. Der Energieverbrauch von KI-Rechenzentren könnte bis 2030 auf etwa 945 Terawattstunden ansteigen, was den 11. Platz im globalen Stromverbrauch einnehmen würde.

Zusammenfassung: Die Studie warnt vor den hohen ökologischen Kosten der KI-Nutzung, die durch den steigenden Energieverbrauch und Elektroschrott gekennzeichnet sind.

Quellen: