KI in Deutschland: Führungsanspruch, Grenzen der Technik und neue Chancen für Nutzer

KI in Deutschland: Führungsanspruch, Grenzen der Technik und neue Chancen für Nutzer

Autor: Provimedia GmbH

Veröffentlicht:

Kategorie: KI-News

Zusammenfassung: Deutschland beansprucht eine Führungsrolle bei KI, doch trotz Fehlern bleibt das Vertrauen hoch; klassische Programme können in Spezialfällen überlegen sein.

Deutscher Führungsanspruch bei Künstlicher Intelligenz

Die Diskussion um Deutschlands Rolle im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) ist weiterhin aktuell. Laut Golem.de betont Friedrich Merz den Führungsanspruch Deutschlands bei der Entwicklung und Anwendung von KI-Technologien. Die Plattform weist darauf hin, dass Nutzer für ein werbefreies Angebot Golem pur ab 3 Euro pro Monat abonnieren können. Für die Nutzung mit Werbung werden personenbezogene Daten an bis zu 160 Drittanbieter übermittelt, um die Webseite und Angebote zu verbessern und zu finanzieren. Dabei werden Informationen wie Cookies oder persönliche Identifikatoren verarbeitet, um Anzeigen und Inhalte zu personalisieren und deren Performance zu messen.

Die Performance von Anzeigen und Inhalten kann gemessen werden. Erkenntnisse über Zielgruppen, die die Anzeigen und Inhalte betrachtet haben, können abgeleitet werden.

Infobox: Golem.de hebt hervor, dass Deutschland einen Führungsanspruch bei KI erhebt und für die Nutzung der Plattform verschiedene Datenschutz- und Abo-Modelle anbietet.

Maschinengläubigkeit trotz Fehleranfälligkeit von KI

Die WELT berichtet, dass trotz der erkennbaren Fehleranfälligkeit von KI-Systemen eine starke Technikgläubigkeit in der Gesellschaft vorherrscht. Die Historikerin Martina Heßler erläutert, dass mit jedem technischen Fortschritt auch Kritik an den Folgen einhergeht. Dennoch dominiert die Überzeugung, dass Maschinen weniger fehlbar seien als Menschen. Die Berichterstattung hebt hervor, dass Nutzer zwar die Fehler von KI bemerken, aber dennoch großes Vertrauen in die Technologie setzen.

„Nutzer merken, wie fehlerhaft KI ist. Trotzdem dominiert Maschinengläubigkeit“

Infobox: Die WELT thematisiert die Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Fehleranfälligkeit von KI und dem ungebrochenen Vertrauen vieler Nutzer in die Technologie.

Erfinder testet KI: Menschliche Kreativität bleibt unerreicht

Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet über Dietmar Zobel, einen 87-jährigen Erfinder aus Wittenberg mit etwa 45 Patenten, der die Fähigkeiten von KI getestet hat. Zobel wollte herausfinden, ob KI zu echten Erfindungen fähig ist. Die Ergebnisse zeigen, dass KI zwar Bewerbungsschreiben formulieren, Urlaubsrouten planen und Gedichte im Stil von Goethe schreiben kann, aber die menschliche Kreativität und Erfindungsgabe nicht erreicht. Zobel zieht das Fazit, dass Maschinen zwar viele Aufgaben übernehmen können, aber das Erfinden bleibt weiterhin eine Domäne des Menschen.

Infobox: Dietmar Zobel, 87 Jahre alt und Inhaber von etwa 45 Patenten, sieht die Grenzen der KI bei echter Erfindungskraft laut Mitteldeutscher Zeitung.

Uralt-Rechner schlägt KI im Schach

Die Volksstimme berichtet von einem kuriosen Schachduell: Ein Atari 2600 von 1977 besiegte ChatGPT in einer Schachpartie. Während ChatGPT die Türme mit Läufern verwechselte und Bauernangriffe übersah, spielte der Atari 2600 seine einprogrammierten Züge konsequent durch und gewann auch die Revanchepartie. Das Beispiel zeigt, dass klassische Computerprogramme mit klaren Regeln in bestimmten Situationen der modernen KI überlegen sein können.

  • Atari 2600 von 1977 als Gegner
  • ChatGPT verwechselte Figuren und übersah Angriffe
  • Der Oldie gewann beide Partien

Infobox: Die Volksstimme hebt hervor, dass klassische Computerprogramme wie der Atari 2600 in klar definierten Aufgaben wie Schach der KI überlegen sein können.

KI-Chatbots liefern beeindruckende juristische Analysen

Business Insider Deutschland berichtet, dass der Evercore-Analyst Mark Mahaney ChatGPT und Gemini für die Analyse des Kartellverfahrens gegen Google nutzte. Die KI-Modelle erhielten die Transkripte vom letzten Verhandlungstag und erstellten innerhalb von 17 Sekunden prägnante Zusammenfassungen und Vorhersagen zu möglichen Maßnahmen von Richter Mehta. Beide Chatbots prognostizierten, dass Richter Mehta wahrscheinlich strenge Verhaltensmaßregeln auferlegen wird, aber keine große strukturelle Zerschlagung von Google anordnet. Die Ergebnisse stimmten eng mit den Einschätzungen von Rechtsexperten überein.

KI-Tool Prognose
ChatGPT Sicheres Verbot von Säumniszuschlägen, keine Zerschlagung von Google
Gemini Unwahrscheinlich, dass Google Chrome verkaufen muss, Ausgleich zwischen Durchsetzung und Marktstabilität

Infobox: Laut Business Insider Deutschland können KI-Modelle wie ChatGPT und Gemini komplexe juristische Analysen in Sekunden liefern und kommen zu ähnlichen Ergebnissen wie menschliche Experten.

Rabbit stellt KI-Praktikanten "intern" vor

THE DECODER berichtet, dass das US-Start-up Rabbit mit "intern" einen digitalen KI-Praktikanten vorgestellt hat, der Aufgaben wie Recherchen, Präsentationen oder Website-Erstellung selbstständig übernehmen soll. Das Preismodell sieht 30 Aufgaben für 99,99 US-Dollar pro Monat vor, bei jährlicher Zahlung sinkt der Preis auf 69,99 US-Dollar pro Monat. Drei Aufgaben können kostenlos getestet werden. "Intern" plant, bearbeitet und präsentiert komplette Projekte auf Basis einfacher Texteingaben und liefert designte, multimediale Endprodukte wie PDFs, Websites oder Tools.

Leistung Preis
30 Aufgaben/Monat 99,99 US-Dollar
Jahresabo (pro Monat) 69,99 US-Dollar
3 Aufgaben einzeln 29,99 US-Dollar
3 Aufgaben Test kostenlos

Infobox: THE DECODER stellt das neue Rabbit-Produkt "intern" vor, das für 99,99 US-Dollar pro Monat 30 Aufgaben übernimmt und ganze Teams ersetzen soll.

Meta AI: Nutzer veröffentlichen Anfragen oft unbewusst

Heise online berichtet, dass Nutzer der Meta AI-App ihre Anfragen offenbar häufig unbewusst veröffentlichen. Im Discover-Feed der App sind Anfragen zu lesen, die andere Nutzer geteilt haben – darunter auch intime oder vertrauliche Informationen. Meta betont, dass nur Anfragen veröffentlicht werden, bei denen Nutzer ausdrücklich eingewilligt haben. Dennoch zeigt sich, dass viele Nutzer nicht genau wissen, was mit ihren Daten passiert. Die App bietet personalisierte Antworten, die auf den in Meta-Produkten geteilten Informationen basieren. Personalisierte Antworten sind bislang nur in den USA und Kanada verfügbar.

  • Meta AI veröffentlicht Anfragen im Discover-Feed
  • Oft werden intime oder vertrauliche Informationen geteilt
  • Personalisierte Antworten nur in den USA und Kanada

Infobox: Heise online warnt, dass Nutzer von Meta AI ihre Anfragen oft unbewusst öffentlich machen und dabei persönliche Daten preisgeben.

Googles AI Overviews: Diese deutschen Websites profitieren

Meedia.de berichtet, dass die Einführung der AI Overviews ("Übersicht mit KI") bei Google zu großer Verunsicherung unter Online-Publishern führt. Laut einer Auswertung von Sistrix wurden 8.890.086 Overview-Boxen in Deutschland analysiert, in denen 360.739 unterschiedliche Domains als Quelle verlinkt sind. Die Top 3 der meistverlinkten Domains sind google.com, wikipedia.org und ndr.de. Besonders viele Websites mit medizinischen Inhalten finden sich unter den Top 50, darunter msdmanuals.com, aok.de und netdoktor.de. Öffentlich-rechtliche Websites wie ndr.de, t-online.de, br.de, focus.de, swr.de und mdr.de werden häufig als Quelle genannt.

Platz Domain Prozentualer Anteil
1 google.com n/a
2 wikipedia.org n/a
3 ndr.de 1,13 %

Infobox: Meedia.de zeigt, dass vor allem medizinische und öffentlich-rechtliche Websites von Googles AI Overviews profitieren, während klassische SEO-Strategien an Bedeutung verlieren.

Quellen: