KI mietet Menschen: Rentahuman.ai verbindet 200.000 Nutzer mit realen Aufgaben

KI mietet Menschen: Rentahuman.ai verbindet 200.000 Nutzer mit realen Aufgaben

Autor: Provimedia GmbH

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Kategorie: KI-News

Zusammenfassung: Die Plattform RentAHuman vermittelt Menschen für physische Aufgaben an KI-Agenten und zeigt, wie KI und Menschen in der Gig-Economy zusammenarbeiten. Gleichzeitig warnen Experten vor den Risiken von KI-Nutzung bei Jugendlichen sowie steigender Arbeitsbelastung durch deren Einsatz.

KI mietet Menschen: Rentahuman.ai macht 200.000 User zu „Human Bots“

Die Plattform RentAHuman vermittelt Menschen an KI-Agenten für Aufgaben in der realen Welt. In nur einer Woche haben sich 200.000 Nutzer registriert, was zeigt, dass die Plattform einen Nerv zwischen Tech-Hype und Jobangst trifft. Die Idee hinter RentAHuman ist, dass KI keine physischen Aufgaben wie das Abholen von Paketen oder das Überreichen von Blumen erledigen kann – Menschen hingegen schon.

Die Gründer Alexander Liteplo und Patricia Tani haben die Plattform an einem Wochenende programmiert, inspiriert von einem Konzept aus Japan, wo Menschen für verschiedene Aufgaben oder Gesellschaft gemietet werden können. Liteplo, ein Informatik-Absolvent, sieht in der Plattform eine Möglichkeit, Arbeitsplätze zu schaffen, während KI gleichzeitig Jobs vernichtet.

„KI ersetzt keine Jobs, sie lagert sie nur aus – an Menschen, die für Kleinstbeträge physische Aufgaben erledigen.“ - Business Punk

Die Aufträge, die über die Plattform vergeben werden, sind vielfältig und reichen von der Lieferung von Blumen für 110 Dollar bis hin zu Social-Media-Interaktionen für 2 bis 10 Dollar. Allerdings gibt es auch unseriöse Angebote, wie Bitcoin-Scams, die von den Betreibern manuell gelöscht werden müssen. Liteplo gibt zu, dass das Wachstum der Plattform ihn überrascht hat, da bereits rund 1.000 Aufträge abgeschlossen wurden.

Zusammenfassend zeigt RentAHuman, wie KI und Menschen in einer neuen Form der Gig-Economy zusammenarbeiten, jedoch ohne die üblichen Arbeitsrechte und mit einem hohen Risiko für die Nutzer.

Digitale Schulstunde zu KI: 1.700 Schulklassen in Ludwigshafen dabei

In Ludwigshafen nahmen rund 5.300 Schülerinnen und Schüler an einer digitalen Schulstunde teil, die sich mit den Gefahren und Chancen von Künstlicher Intelligenz beschäftigte. Die Veranstaltung wurde von der EU-Initiative Klicksafe und der Medienanstalt Rheinland-Pfalz organisiert und zielte darauf ab, den Jugendlichen einen sicheren Umgang mit KI zu vermitteln.

Die Schüler konnten an einer Umfrage teilnehmen, die ergab, dass viele regelmäßig mit Chatbots kommunizieren, um zu lernen und Informationen zu erhalten. Ein besorgniserregendes Ergebnis war, dass sich die Hälfte der Befragten vorstellen konnte, sich in eine KI zu verlieben. Die Veranstaltung verdeutlichte die Notwendigkeit, Kinder und Jugendliche über die Risiken der emotionalen Abhängigkeit von KI aufzuklären.

Zusammenfassend zeigt die digitale Schulstunde, wie wichtig es ist, junge Menschen über die Chancen und Risiken von KI aufzuklären, um eine gesunde Beziehung zu diesen Technologien zu fördern.

Safer Internet Day: Experten warnen vor unterschätzten KI-Risiken für Jugendliche

Am Safer Internet Day wurden die Risiken der Nutzung von Künstlicher Intelligenz durch Jugendliche thematisiert. Experten warnen, dass der unkritische Umgang mit KI sowohl Lernrisiken als auch emotionale Abhängigkeiten fördern kann. Martin Heine, Direktor der Landesmedienanstalt, betont, dass Jugendliche durch den Einsatz von KI möglicherweise das Lernen verlernen, da die Technologie viele Aufgaben übernimmt.

Die Diskussion um Altersgrenzen für soziale Medien wurde ebenfalls angestoßen, wobei viele Fachleute für eine strengere Regulierung der Plattformen plädieren, anstatt pauschale Verbote auszusprechen. Die Bundesregierung hat eine Expertenkommission eingesetzt, die bis 2026 Vorschläge für gesetzliche Regelungen zur Nutzung von sozialen Medien durch junge Menschen vorlegen soll.

Zusammenfassend verdeutlicht der Safer Internet Day die Notwendigkeit, Jugendliche über die Risiken der KI-Nutzung aufzuklären und gleichzeitig eine angemessene Regulierung der sozialen Medien zu fordern.

Studie: KI-Einsatz führt zu Mehrarbeit statt Entlastung

Eine aktuelle Studie der Berkeley Haas School of Business zeigt, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in einem US-Tech-Unternehmen zu einer Erhöhung der Arbeitsintensität führt. Die Mitarbeiter arbeiteten schneller und übernahmen mehr Aufgaben, oft freiwillig, was jedoch auf Kosten ihrer Gesundheit gehen kann. Die Forscher warnen vor Ermüdungserscheinungen und Burnout, da die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen.

Die Studie, die über einen Zeitraum von acht Monaten durchgeführt wurde, zeigt, dass die Mitarbeiter weniger Pausen machten und sich durch die ständige Interaktion mit KI unter Druck gesetzt fühlten. Die Forscher empfehlen, klare Regeln für den Einsatz von KI zu etablieren, um negative Folgen zu vermeiden und eine nachhaltige Produktivität zu gewährleisten.

Zusammenfassend zeigt die Studie, dass der Einsatz von KI nicht zwangsläufig zu einer Entlastung der Mitarbeiter führt, sondern vielmehr die Arbeitsbelastung erhöhen kann, was langfristig gesundheitliche Folgen haben könnte.

BSG-Jahresbericht 2025: Künstliche Intelligenz wird zum Problem

Im Jahresbericht 2025 des Bundessozialgerichts (BSG) wird deutlich, dass immer mehr Menschen mit Künstlicher Intelligenz erstellte Schriftsätze einreichen. Dies führt zu einer spürbaren Mehrbelastung für die Richter, da viele dieser Anträge nicht den formalen Anforderungen entsprechen. Die Präsidentin des BSG, Dr. Christine Fuchsloch, äußert sich besorgt über die zunehmende Nutzung von KI in der Justiz und die damit verbundenen Herausforderungen.

Die Zahl der Verfahren am BSG ist im Jahr 2025 auf insgesamt 2.646 gestiegen, während die Zahl der unerledigten Verfahren deutlich abgenommen hat. Dennoch wird die Problematik der KI-Nutzung in der Justiz als ernsthaft angesehen, da viele Bürger die gerichtlichen Entscheidungen nicht akzeptieren und weiterhin Anträge einreichen, die nicht den rechtlichen Anforderungen entsprechen.

Zusammenfassend zeigt der Jahresbericht, dass die Integration von KI in die Justiz sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringt, die dringend adressiert werden müssen.

Quellen: