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Hype um Künstliche Intelligenz: Was, wenn die Blase platzt?
In den letzten Jahren flossen enorme Geldmengen in die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI). So plant Amazon, in diesem Jahr 200 Milliarden US-Dollar zu investieren, während Googles Mutterfirma Alphabet 185 Milliarden US-Dollar, Meta 135 Milliarden und Microsoft 130 Milliarden US-Dollar investieren möchte. Diese massiven Investitionen werfen die Frage auf, ob sich diese Beträge amortisieren und Gewinne abwerfen können. An den Börsen wächst die Angst vor einem möglichen Crash, da die Zukunft der KI-Technologie ungewiss bleibt.
„Es ist völlig offensichtlich, dass in nur fünf Jahren die Künstliche Intelligenz besser sein wird als jeder Radiologe.“ - Geoffrey Hinton
Die Prognosen über die Gefahren eines KI-Crashes sind für Experten schwer zu fassen. Ein Beispiel ist die Anekdote des US-Neurowissenschaftlers Gary Marcus, der auf die Fehleinschätzung von Geoffrey Hinton hinweist, der vor zehn Jahren die Ausbildung von Radiologen als überflüssig erklärte. Heute sind Radiologen jedoch gefragter denn je.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung der KI-Technologie sowohl Chancen als auch Risiken birgt. Ein möglicher Crash könnte nicht nur die Investoren, sondern auch die gesamte Branche betreffen.
Die möglichen Folgen eines KI-Crashes
Die Harvard-Ökonomin Gita Gopinath schätzt, dass in den USA etwa zwanzig Billionen Dollar an Aktienvermögen verloren gehen könnten, falls die KI-Blase platzt. Dies würde die Kursgewinne der letzten zwei Jahre auslöschen, was zwar heftig klingt, aber für viele Investoren verkraftbar wäre. Ein Börsencrash ist in der Regel leichter zu überstehen als eine Immobilienkrise, die in der Vergangenheit viele Menschen in den Ruin trieb.
Die Auswirkungen eines KI-Crashes könnten jedoch weitreichend sein. Während große Unternehmen wie Google und Amazon über andere Einnahmequellen verfügen, könnte es für kleinere Firmen wie OpenAI kritisch werden, die stark auf ihre KI-Sparten angewiesen sind. Ein solches Szenario könnte das Wachstum in den USA vorübergehend zum Stillstand bringen.
Insgesamt zeigt sich, dass die Risiken eines KI-Crashes nicht zu unterschätzen sind, insbesondere wenn man die Abhängigkeit von großen Investitionen in Rechenzentren betrachtet.
Die gesellschaftlichen Implikationen der KI
Die Diskussion um Künstliche Intelligenz ist nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine gesellschaftliche. Die Technologie könnte bestehende Ungleichheiten verstärken, wenn sie in den Händen von Akteuren landet, die soziale Fragen als lästig empfinden. Dies könnte zu einer Optimierung bestehender Ungleichheiten führen und die Machtverhältnisse in der Gesellschaft beeinflussen.
Die Bedenken über die gesellschaftlichen Auswirkungen der KI sind berechtigt, da die Technologie nicht im luftleeren Raum wirkt. Sie wird dort eingesetzt, wo bereits Macht, Kapital und politische Interessen bestehen. Ein KI-Crash könnte daher nicht nur wirtschaftliche, sondern auch tiefgreifende soziale Folgen haben.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz sowohl Chancen als auch Risiken birgt, die weit über den finanziellen Bereich hinausgehen.
Quellen:
- Hype um Künstliche Intelligenz: Was, wenn die Blase platzt?
- Welche Täter die Thüringer Brombeere mit künstlicher Intelligenz überführen will
- Apples KI-Accessoires sollen dem iPhone angeblich Augen verleihen
- Künstliche Intelligenz vs. Immanuel Kant: Ist die Zeit des Philosophen vorbei? Ein besonderes Museum öffnet
- Künstliche Intelligenz - Chance oder Gefahr? (4)
- AI for All – The Indian Solution: Wie Künstliche Intelligenz Indien transformiert













