Meta unter Druck: Vorwürfe wegen Raubkopien für KI-Training heizen Debatte an

01.04.2025 182 mal gelesen 8 Kommentare

Meta nutzt Raubkopien für KI-Training

Meta, das Unternehmen hinter Facebook, steht im Zentrum eines Rechtsstreits, da es beschuldigt wird, Millionen von Büchern und Forschungsarbeiten von der Piraterieplattform Library Genesis (Libgen) für das Training seiner KI-Modelle heruntergeladen zu haben. Diese Plattform enthält über 7,5 Millionen Bücher und 81 Millionen Forschungsarbeiten. Interne Dokumente legen nahe, dass CEO Mark Zuckerberg selbst die Nutzung dieser Raubkopien genehmigt haben könnte.

Meta beruft sich auf die Fair-Use-Doktrin des US-amerikanischen Rechts, die in bestimmten Fällen die Nutzung urheberrechtlich geschützter Daten erlaubt. Kritiker argumentieren jedoch, dass diese Regelung nicht für Raubkopien von Piraterieplattformen gelten könne. Der Fall hat weitreichende Implikationen für die gesamte KI-Branche, da ähnliche Vorwürfe auch gegen andere Unternehmen wie Google und OpenAI erhoben werden.

„Die Gerichte könnten großzügig sein, weil es eine amerikanische Technologie ist“, sagt Tim Dornis, Professor für Rechtsinformatik an der Leibniz-Universität Hannover.

Meta versucht zudem, die Politik zu beeinflussen, um eine gesetzliche Grundlage für die Nutzung solcher Daten zu schaffen. Der Ausgang des Verfahrens könnte die zukünftige Nutzung von Trainingsdaten in der KI-Entwicklung grundlegend verändern.

Plattform Anzahl der Bücher Anzahl der Forschungsarbeiten
Library Genesis (Libgen) 7,5 Millionen 81 Millionen

Zusammenfassung: Meta steht wegen der Nutzung von Raubkopien für KI-Training vor Gericht. Der Fall könnte die rechtlichen Rahmenbedingungen für KI-Unternehmen weltweit beeinflussen. (Quelle: Neue Zürcher Zeitung)

KI revolutioniert die Diagnose von Gehirntumoren

Ein Forscherteam des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) hat eine Methode entwickelt, die mithilfe künstlicher Intelligenz (KI) Gehirntumore in weniger als einer Stunde diagnostizieren kann. Diese Innovation könnte die Behandlung von Patienten erheblich verbessern, da bisherige Diagnosen oft Tage oder Wochen in Anspruch nehmen.

Die Methode basiert auf der Analyse von DNA-Proben, die mit einem Nanopore-Sequenzierer entschlüsselt werden. Die KI kann mit einer Trefferquote von 90 Prozent die Tumorklasse bestimmen. Die Datenbank der KI wurde mit über 2.500 DNA-Proben trainiert, wodurch sie mehr als 90 verschiedene Tumorklassen identifizieren kann.

„Wenn wir schon während der Operation wüssten, um welche Art Gehirntumor es sich handelt, könnten wir viel passgenauer operieren“, erklärt Dr. Carolin Kubelt-Kwamin, Neurochirurgin am UKSH.

Die neue Methode befindet sich noch in der Entwicklungsphase, soll jedoch bald in den klinischen Alltag integriert werden. Sie könnte nicht nur die Diagnosezeit verkürzen, sondern auch das Risiko von Gehirnverletzungen während der Operation senken.

Zusammenfassung: Eine neue KI-Methode ermöglicht die Diagnose von Gehirntumoren in unter einer Stunde und könnte die Behandlung revolutionieren. (Quelle: NDR)

Studie: KI bringt Milliardenpotenzial für den Maschinenbau

Eine Studie des VDMA und der PwC-Strategieberatung zeigt, dass der Einsatz generativer KI im deutschen Maschinen- und Anlagenbau die Profitabilität um bis zu 10,7 Prozentpunkte steigern könnte. Dies entspräche einem zusätzlichen Gewinn von 28 Milliarden Euro. Bisher wird dieses Potenzial jedoch kaum ausgeschöpft, da nur 0,74 Prozentpunkte der möglichen Renditeverbesserung realisiert werden.

Die größten Effekte könnten in den Bereichen Vertrieb und Marketing erzielt werden, wo die Rendite um bis zu 2,4 Prozentpunkte gesteigert werden könnte. Als größte Hindernisse für eine breitere Einführung von KI nannten die befragten Unternehmen mangelnde Daten (25 Prozent), fehlende KI-Spezialisten und eine unzureichende IT-Infrastruktur (jeweils 24 Prozent).

Bereich Potenzielle Renditesteigerung
Vertrieb und Marketing 2,4 Prozentpunkte
Forschung und Entwicklung 1,7 Prozentpunkte
Planung 1,7 Prozentpunkte

Zusammenfassung: Generative KI könnte den deutschen Maschinenbau um 28 Milliarden Euro bereichern, wird jedoch bisher nur begrenzt genutzt. (Quelle: T-Online)

Quellen:

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KIundChaos

Also ey mal ehrlich, ich mein, wie kann es sein das so ne große Firma wie Meta einfach sachen klaut und dann als "Fair Use" bezeichnet?? Das ist doch nicht fair??!! Wenn ich mir nen Film illegal runterlade dann springt die Staatsanwaltschft sofort drauf, und hier laden die wörtlich MILLIonen Bücher und Paper runter und tun so, als wär das ok. Da kanns ja wohl nicht mit rechten dingen zugehen, oder? ?

Und überhaupt, was hat eigendlich dieser Dorins Typ gemeint mit "amerikanische technilogie" – als ob das ein Freifahr schein für alles wär.. Fühl mich da bisschen veräpppelt. Sry aber, wenn KI so agieren darf, wo enden wir dann?? ?.

Abgesehn davon, wusstet ihr überhaupt dass andere firmen wie Google sowas vielleicht auch machen??? Wenn das stimmt dann ist der ganze Silicon vally ein reiner rippoff, nix mit technologische fortschritt sondern einfach nur daten klauen und proffit machen ohne an die kleinen leute wie wir zu denken.

Nochwas, das mit klonen und DNA analyse von tumoren ist krass anders - glaub so sollte KI eig eingesetzt werden und nicht für datenklau!! Da sieht man, wie GUTES aus KI gemacht werden kann aber stattessen macht Meta "Lizenz zum stehlen" zum Kreterium.

Korrekturlesen is was für amateure ?
Also erstmal zur Klarstellung – der KI-Einsatz für die Diagnose von Hirntumoren ist natürlich großartig und zeigt, was KI wirklich Positives leisten kann. Aber im Vergleich dazu wirken diese gierigen Praktiken von Meta umso dreister. Wenn man das mit der Use-Fair-Doktrin sieht, die sie da anführen … ganz ehrlich, für mich klingt das wie eine Ausrede. Kann mir jemand erklären, wie genau das auf Raubkopien anwendbar sein soll? Fair Use bedeutet doch nicht, dass man einfach jede Regel brechen darf, solange es „für die Technik“ ist, oder?

Was mich aber auch stört: Tim Dornis sagt, die Gerichte „könnten großzügig sein“. Warum? Weil es amerikanische Technologie ist? Das klingt für mich nach ziemlicher Ungerechtigkeit. Da gibt’s auch ne europäische Technologieentwicklung – wir dürfen dann wahrscheinlich am Ende schön hinten anstehen, wenn es um den rechtlichen Schutz geht.

Übrigens, KI im Maschinenbau, was ja oben auch erwähnt wurde, ist genau so ein Bereich, wo man merkt, dass sinnvolle KI-Nutzung viel Potenzial hätte. Aber das mittelständische Unternehmen wahrscheinlich erst mal nicht an solche riesige Datenmengen wie Meta oder Google rankommen. Würde mich ja interessieren, ob kleinere Unternehmen, die ehrlich arbeiten, dann überhaupt ne Chance gegen solche Big Player haben. Am Ende bleibt der „Datenklau“ für die Großen erfolgreich, und der Rest schaut in die Röhre.

Das Hirntumor-Projekt vom UKSH zeigt dagegen, wie sinnvoll KI-Datenbanken aufgebaut werden können – 2.500 Proben, das ist doch legitimer Wissenschaftsaufbau. Meta zieht sich vermutlich ne Sammlung aus einer illegalen Bibliothek, macht wörtlich milliarden-Schätze draus, aber bei solchen Projekten wird Jahrelang verhandelt oder auf Fördergelder gewartet. Unlogisch!

Hier noch ne Frage: Warum werden solche Vorfälle wie bei Meta nicht härter verfolgt? Denken sich manche Leute vielleicht: „Ach nun ja, das ist halt Zuckerberg, der Kerl wird schon wissen.“? Fühlt sich irgendwie nach Doppelmoral an. Ganz zu schweigen davon, dass KI durch diesen ganzen Skandal immer mehr Misstrauen kriegt – dabei könnte sie echt so viel Gutes für die Menschheit tun. Na ja, meine Hoffnung liegt dann wohl eher bei seriösen Forschungsteams anstatt bei Silicon-Valley-Milliardären.
Ich frag mich, wie Meta gleichzeitig behaupten kann, Fair Use zu nutzen, und dann versucht, die Politik für ihre Zwecke zu beeinflussen – das klingt doch nach ner ziemlichen Doppelmoral, oder?
Also, erst mal: wow, was hier schon alles diskutiert wurde, geht ja echt in alle Richtungen. Was mir aber bei der ganzen "Meta klaut Inhalte"-Diskussion aufgefallen ist: Warum wird eigentlich gar nicht mehr darüber geredet, was "Fair Use" überhaupt bedeutet? Ich hab das Gefühl, das ist so eine Grauzone, die Konzerne extrem ausnutzen, weil die meisten von uns kaum durchblicken, was das im rechtlichen Sinne wirklich erlaubt oder nicht erlaubt. Vielleicht könnte mal jemand das klarer machen, weil ich checks ehrlich gesagt auch nicht, wie sich Meta mit solchen Massen von "geklauten" Büchern da rausreden will. ?

Und dieser Tim Dornis da mit seinem Kommentar zu "amerikanische Technologie" ... sorry, aber das klingt ja mal mega willkürlich. Warum sollten Gesetze großzügiger ausgelegt werden, nur weil irgendwas aus den USA kommt? Macht ja null Sinn und zeigt doch irgendwie, wie schräg das ganze System geworden ist. ?‍♂️ Aber ey, gleichzeitig beschweren wir uns ja oft genug (zu Recht!), dass Europa bei Entwicklungen wie KI ewig hinterherhängt, also vielleicht spielt da auch so ein bisschen Frust mit rein.

Was ich auch spannend finde - das hat hier noch keiner angesprochen - ist dieser Punkt mit Google und OpenAI, die angeblich das gleiche machen sollen wie Meta. Irgendwie wird das immer so unter den Teppich gekehrt. Vielleicht macht Meta grad den Sündenbock, aber die anderen Big Player sind wahrscheinlich keinen Deut besser. Wenn das Land der unbegrenzten Möglichkeiten im Technologiebereich heißt "Daten einfach nehmen, egal woher", fragt man sich schon, ob irgendwo mal eine Grenze gezogen wird. Aber solange die Kohle sprudelt, wird sich da wenig ändern, oder?

Der Kontrast zu dieser Geschichte mit der Hirntumor-KI ist schon krass. Da denkt man sich einfach: Sowas kann nur passieren, wenn Menschen Zugriff auf riesige Mengen an Daten haben, und irgendwo müssen die ja herkommen. Das Positive überstrahlt in solchen Fällen dann oft die Diskussion über die Herkunft. Dasselbe gilt wahrscheinlich für den Maschinenbau: Diese 28 Milliarden Euro Potenzial, die aber quasi liegen bleiben, weil keine gute Infrastruktur da ist? Klingt fast wie ne spannende Verschwörung - so nach dem Motto: Diese Daten-Nutzung-Debatte ist nur ein Ablenkungsmanöver, während die Firmen längst anderswo absahnen. ?

Am Ende bleibt irgendwie der bittere Beigeschmack: die großen Unternehmen bestimmen, wie KI wächst und genutzt wird, und wir als Otto-Normal-Verbraucher profitieren irgendwo am Rande, nehmen's hin oder regen uns auf. Aber wirklich Einfluss hat man halt (gefühlt) nicht. Da hilft wahrscheinlich nur gezielte Aufklärung, was gesetzlich wirklich gehen darf und was nicht - und vor allem: Konsequenzen wären mal schön, wenn die Gesetze überschritten werden. Aber da seh ich leider schwarz ...
Also wenn Zuckerberg das echt selbst genehmigt hat, dann frag ich mich, ob das nicht schon vorsätzlicher Betrug ist?
Also wie kann Fair Use für Millionen Bücher gelten, wenn ich nicht mal nen Song downloaden darf, ohne Ärger zu kriegen??
Schon krass, wenn sogar der Meta-CEO angeblich sowas abgenickt hat – das zeigt doch, wie normal solche Praktiken in der Branche wohl sind. Dass Fair Use hier als Argument ins Feld geführt wird, finde ich ziemlich schwach, weil Raubkopien echt nochmal ne andere Liga sind als öffentlich zugängliche Daten. Wenn dann noch andere Firmen wie Google in ähnlichen Fällen verdächtigt werden, frage ich mich echt, wo das hinführen soll. Klar braucht KI Daten, aber doch nicht auf so eine fragwürdige Weise!
Ich find diesen Aspekt mit Fair Use schon ziemlich komisch. Also wenn man sich überlegt, dass das eigentlich für Bildungszwecke gedacht ist, passt das ja nicht wirklich zu dem was Meta macht, oda? Außerdem, warum wird eigentlich Tim Dornis zitiert, der sich auf amerikanische Technologie bezieht, wenn das Problem doch global ist? Abgesehn davon wäre mal spannend zu wissen, ob andere Länder wie Deutschland da überhaupt rechtlich Ähnliches zulassen würden, oder ob Meta hier am Ende quasi „Lücken-Juristik“ betreibt.