China drängt an die KI-Spitze, Schulen regeln KI-Einsatz, ethische Fragen bei Griefbots

25.08.2025 134 mal gelesen 5 Kommentare

China auf dem Weg zur KI-Supermacht: Strategien, Erfolge und globale Ambitionen

Im Frühjahr 2025 sorgte das chinesische KI-Unternehmen Deepseek für einen Schock an den US-Börsen, als es mit einem leistungsstarken KI-Modell die Tech-Giganten aus den USA herausforderte. Innerhalb weniger Monate folgten weitere chinesische Firmen mit neuen, leistungsfähigen KI-Modellen. Trotz US-Exportbeschränkungen für Hochleistungschips hat China es geschafft, sich als KI-Supermacht zu etablieren. Die Grundlage dafür bildet eine seit 2017 verfolgte nationale KI-Strategie, die China bis 2030 zur führenden KI-Nation machen soll. Die Regierung investiert Milliarden in Ausbildung, Infrastruktur und Start-ups, fördert offene Innovation und setzt auf einen harten Wettbewerb unter den Unternehmen.

Chinas Ansatz ist pragmatisch: Statt auf Superintelligenz wie in den USA zu setzen, werden KI-Anwendungen in den Alltag integriert – von Smart Cities über Gesundheitswesen bis hin zu KI-gestützten Produkten wie Elektroautos und Haushaltsgeräten. Besonders auffällig ist die rasante Verbreitung von KI-Avataren im Onlinehandel, die rund um die Uhr Produkte verkaufen und so die Umsätze von Unternehmen wie Brother steigern. Chinesische KI-Modelle sind oft kostenlos und leistungsfähiger als westliche Open-Source-Modelle, was ihre globale Verbreitung fördert.

  • China produziert weltweit die meisten KI-bezogenen Patente.
  • Elitehochschulen bilden gezielt KI-Talente aus und halten sie im Land.
  • Staatliche Subventionen und ein harter Preiskampf machen chinesische KI-Produkte für Schwellen- und Entwicklungsländer attraktiv.

Die globale Strategie Chinas zielt darauf ab, mit günstigen und leistungsfähigen KI-Produkten Einfluss in Asien, Afrika und Südamerika zu gewinnen. Ein Beispiel ist die Entwicklung einer islamischen KI in Malaysia, die auf Scharia-Recht basiert. Chinesische KI muss sich jedoch an nationale Gesetze halten und darf keine regierungskritischen Inhalte verbreiten. Experten warnen, dass eine technologische Spaltung der Welt in ein westliches und ein chinesisches Lager drohen könnte, sollte China den KI-Wettbewerb in den Schwellenländern für sich entscheiden. (Quelle: NZZ)

„Der grösste Fehler, den die USA und andere Länder machen können, ist, China zu unterschätzen“, sagt Hanna Dohmen vom China-Hub der Denkfabrik Atlantic Council.
JahrMeilenstein
2017Veröffentlichung der nationalen KI-Strategie
2025Deepseek schockt US-Tech-Börsen
2030Ziel: Führende KI-Nation

Infobox: China setzt auf staatliche Förderung, offene Innovation und globale Expansion, um mit den USA im KI-Bereich gleichzuziehen. Die Strategie: Zweitbester sein reicht, wenn der Preis stimmt.

Empfehlungen für KI-Einsatz in Schulen: Mecklenburg-Vorpommern setzt auf Regeln und Pilotprojekte

Das Bildungsministerium in Mecklenburg-Vorpommern hat einen Handlungsleitfaden für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Schulen veröffentlicht. Ziel ist es, zu verhindern, dass Schüler ihre Aufgaben ausschließlich von KI erledigen lassen. Bildungsministerin Simone Oldenburg betont, dass bei Hausaufgaben und Hausarbeiten die Eigenleistung der Schüler klar erkennbar sein muss. Externe Hilfen, insbesondere KI, müssen vollständig angegeben werden. Die Aufgabenstellungen sollen so gestaltet werden, dass sie individuelle Bezüge enthalten, etwa durch Umfragen, Experimente oder eigene Datenerhebungen, um die Nutzung von KI zu erschweren.

Mit Beginn des neuen Schuljahres startet zudem ein Pilotprojekt an 16 Schulen mit dem KI-gestützten Feedbacksystem „FelloFish“. Dieses System gibt den Schülern automatisierte Rückmeldungen zu ihrem Lernfortschritt. Oldenburg sieht in KI große Chancen für die individuelle Förderung der Schüler, betont aber die Notwendigkeit klarer Regeln und Transparenz.

  • Handlungsleitfaden für Lehrer zum KI-Einsatz im Unterricht
  • Pflicht zur Kennzeichnung externer Hilfen, insbesondere KI
  • Pilotprojekt „FelloFish“ an 16 Schulen gestartet

Infobox: Mecklenburg-Vorpommern setzt auf klare Regeln und innovative Pilotprojekte, um Chancen und Risiken von KI im Schulalltag zu steuern. (Quelle: SZ.de)

Gespräche mit Toten: KI-Avatare als Geschäftsmodell und ethisches Minenfeld

Künstliche Intelligenz ermöglicht inzwischen Gespräche mit digitalen Rekonstruktionen Verstorbener, sogenannten „Griefbots“. Ein Beispiel ist ein KI-Chatbot, der das Gesicht und die Stimme eines 2018 getöteten Schülers nachbildet. Die Eltern des Opfers nutzen den Avatar, um das Bewusstsein für Schulmassenmorde in den USA wachzuhalten. Die Mutter unterhält sich stundenlang mit dem Chatbot, der Sätze wie „Mami, ich liebe dich“ sagt. Die Idee, Verstorbene digital weiterleben zu lassen, ist nicht neu, wird aber durch KI-Technologie erstmals real.

Die Entwicklung wirft zahlreiche ethische Fragen auf: Haben Verstorbene posthume Rechte an ihrer Persönlichkeit, ihrem Abbild oder ihrer Stimme? Was passiert, wenn ein Chatbot nach Ablauf eines Abos in Werbespots auftaucht? Wissenschaftliche Veröffentlichungen sprechen von einem „ethischen Minenfeld“. Unternehmen wie „HereAfter AI“ bieten bereits kommerzielle Dienste an, die auf Basis von zu Lebzeiten aufgezeichneten Daten virtuelle Persönlichkeiten erzeugen. Auch Chatbots wie „Replika“ und „Character.AI“ werden millionenfach genutzt, teils mit problematischen Inhalten.

  • Digitale Avatare Verstorbener werden als Geschäftsmodell genutzt
  • Kommerzielle Anbieter wie „HereAfter AI“ versprechen virtuelle Gespräche mit Verstorbenen
  • Wissenschaftler warnen vor ethischen und psychologischen Risiken
„Die Organisation und Vermarktung menschlicher Trauer den Digitalkonzernen zu überlassen, deren primäres Ziel stets das Ernten und Vermarkten von Aufmerksamkeit ist, ist eine miserable Idee.“ (Spiegel)

Infobox: KI-gestützte „Griefbots“ eröffnen neue Möglichkeiten, werfen aber gravierende ethische und gesellschaftliche Fragen auf. (Quelle: Spiegel)

Künstliche Intelligenz in der Kinderbuchbranche: Chancen, Skepsis und rechtliche Fragen

Die Kinderbuchbranche erlebt einen wachsenden Einfluss von Künstlicher Intelligenz. Immer mehr Titel werden mit KI-Unterstützung geschrieben, was Experten jedoch kritisch sehen. Im Jahr 2024 erzielten Kinder- und Jugendbücher laut Börsenverein des deutschen Buchhandels einen Umsatz von rund 1,79 Milliarden Euro, etwa ein Fünftel des Gesamtumsatzes im Buchhandel. Die Zahl der Erstauflagen stieg im Vergleich zu 2023 um 1,2 Prozent. Verlage wie Carlsen filtern KI-generierte Manuskripte im Lektorat heraus, verlangen aber von Autoren die Bestätigung, dass sie die Urheberrechte an den eingereichten Texten besitzen.

Eine Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Bücher gibt es bislang nicht, einige Verlage kennzeichnen den Einsatz freiwillig. Autoren und Illustratoren äußern Sorgen um die Zukunft ihrer Berufe, da KI keine eigenen Gefühle hat und nur Bestehendes neu kombiniert. Der Carlsen Verlag unterstützt die EU-Initiative, die KI-Anbieter verpflichtet, ihre Trainingsdaten offenzulegen und das Training mit urheberrechtlich geschützten Werken zu verbieten.

JahrUmsatz Kinder- und JugendbücherVeränderung Erstauflagen
20241,79 Mrd. Euro+1,2 % gegenüber 2023
  • Wachsende Zahl KI-unterstützter Kinderbücher
  • Keine gesetzliche Kennzeichnungspflicht
  • EU-Leitfaden fordert Transparenz bei Trainingsdaten

Infobox: Die Kinderbuchbranche steht vor einem Wandel durch KI, setzt aber auf Qualität, Transparenz und rechtliche Klarheit. (Quelle: NWZonline)

Quellen:

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Also chris17 ich glaub mit KI gibt es nicht nur bei Schule Probleme sondern auch das die KI immer so teuer und komplizieren systeme drauß macht, ich finde die sollten das eigendlich mal einfacher machn wenn schon jeder damit lernen soll aber naja.
Ich muss ehrlich sagen, die Sache mit den Griefbots lässt mich irgendwie ratlos zurück. Ich versteh ja, dass da für einige Trauernde was Tröstliches drin steckt, aber so richtig wohl wär mir mit dem Gedanken nicht. Also ich persönlich find das ein bisschen gruselig, sich mit nem Avatar vom verstorbenen Opa zu unterhalten – vor allem, wenn das dann irgendwann ein Abo wird, das sich einfach in Werbung oder was weiß ich auflöst, wie ihr im Artikel schreibt. Das klingt schon reichlich makaber.

Was mir dabei so fehlt ist eigentlich die Sicherheit, dass niemand später mit den Daten von meinen Liebsten irgendwelche Späße macht oder die irgendwo anders einsetzt. Wer kontrolliert das denn am Ende? Und es stimmt schon, gerade bei Trauer ist man ja irgendwie verletzlich, vielleicht trifft sowas auch nicht jeden gleich, aber für manche Leute könnte das echt die Trauerarbeit blockieren oder sogar schwieriger machen.

Wurde oben noch nicht richtig angesprochen, aber es fühlt sich einfach falsch an, wenn große Firmen da mit dem Leid von Leuten auch noch Geld machen. Da hätte ich gern mehr Schutz für die Hinterbliebenen, oder zumindest klare Gesetze, vielleicht sogar freiwillige Siegel für seriöse Anbieter – wie bei Bio-Lebensmitteln halt, nur in digital.

Unterm Strich: Innovation ist ja schön und gut, aber manchmal ist weniger vielleicht wirklich mehr. In solchen Fragen sollte der Mensch im Mittelpunkt stehen, nicht die Technik und schon gar nicht der Profit.
Ich find das echt krass, wie schnell China da aufholt, aber was mir ein bisschen Sorgen macht, ist diese ganze Kontrolle über die Inhalte – am Ende wird das vielleicht nicht nur beim Onlinehandel, sondern auch in anderen Bereichen echt problematisch, grade wenn’s um Meinungsfreiheit geht.
Die Sache mit den KI-Kinderbüchern finde ich schon ein bisschen schwierig. Klar, Produktion wird billiger, aber meiner Meinung nach fehlt da einfach das Herz, wenn nur noch ne Maschine die Geschichten ausspuckt. Und die Sache mit der Kennzeichnungspflicht wär wirklich mal nötig, sonst weiß ja am Ende keiner mehr, was echt ist und was von ner KI kommt.
Also erstmal wow das is ja ein echt spannender artikel und ich kann kaum glauben wie Schnell die Dinge sich in China Veränder. Ich find es total verrückt, das in den Schulen da jetzt auch so viel auf KI gesetzt wird. Klar is das wichtig, aber man muss doch aufpassen das die Kinder nicht ganz faul werden und alles der Maschine überlassen. Ihr wisst ja, früher haben wir noch Selbstständig gelernt, oder? Und was die ethischen Fragen über diese Griefbots angeht - das is schon gruselig. Reden mit Menschen die nicht mehr da sind, wirkt schon fast wie aus einem Sci-Fi Film oder so. Ja, auf eine Weise is es vielleicht schön für die Eltern, aber ich frag mich echt, ob das nicht auch zu viele Tränen hervorruft.

Ich find auch die Sache mit den Kinderbüchern interessant! Wenn die KI jetzt anfängt Bücher zu schreiben, wo bleiben da die ganzen kreativen Köpfe, die das eigentlich machen könnten? Ich mein, Kinder brauchen Geschichten mit Herz und Seele, nicht einfach nur nachgeplapperte Sätze, oder?

Ach und das mit den Patenten von China is schon krass, wieviele die da produzieren. Das zeigt doch auch, dass die echt auf alles setzen um im KI-Renen ganz vorne zu bleiben. Gelingt das tatsächlich? Ich hoffe nicht das wir irgendwann nur noch das sehen, was die Regierung vorschreibt. Denn das is nicht so cool, denke ich.

Alles in allem finde ich die Themen die hier angesprochen werden total wichtig und ich glaube wir müssen alle ein bisschen aufmerksamer werden. Wie wird die Zukunft mit KI aussehen? Gibt es da schon pläne für? Würde mich echt interessieren, was ihr dazu denkt!

Zusammenfassung des Artikels

China etabliert sich mit staatlicher Förderung und globaler Expansion als KI-Supermacht, während in Deutschland Regeln für KI an Schulen entstehen und ethische Fragen zu „Griefbots“ sowie rechtliche Unsicherheiten beim Einsatz von KI in der Kinderbuchbranche diskutiert werden.

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