KI verändert Wirtschaft, Arbeitswelt, Verwaltung und Kreativität

Symbolbild – ganz oder teilweise KI-generiert
24.07.2026 103 mal gelesen 4 Kommentare

KI verändert Wirtschaft, Verwaltung und Kreativität

Intel übertrifft Erwartungen dank KI-Rechenzentren

Der Chipkonzern Intel profitiert laut Handelsblatt von der steigenden Halbleiter-Nachfrage beim Ausbau von KI-Rechenzentren. Im vergangenen Quartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um ein Viertel auf 16,1 Milliarden Dollar (14,15 Mrd Euro) und verzeichnete damit das schnellste Umsatzwachstum seit Jahren.

Analysten hatten im Schnitt mit Erlösen von 14,4 Milliarden Dollar gerechnet. Beim bereinigten Gewinn pro Aktie erzielte Intel 42 US-Cent und lag damit doppelt so hoch wie die durchschnittliche Analystenerwartung. Unter dem Strich stand ein Verlust von elf Milliarden Dollar, der laut Handelsblatt auf eine buchhalterische Wertberichtigung auf treuhänderisch gehaltene Aktien zurückgeht.

Auch der Ausblick auf das laufende Quartal übertraf die Erwartungen des Marktes deutlich. Die Intel-Aktie stieg im nachbörslichen US-Handel zeitweise um rund zwölf Prozent.

Intel versucht unter dem seit Anfang 2025 amtierenden Konzernchef Lip-Bu Tan, mit Kostensenkungen aus der Krise zu kommen. Dazu gab das Unternehmen auch die Pläne für ein Werk in Magdeburg auf. Im vergangenen August erhielt die US-Regierung nach Druck von Präsident Donald Trump einen Anteil von rund zehn Prozent an Intel als Gegenleistung für ursprünglich unentgeltlich zugesagte Milliardensubventionen.

Intel dominierte einst den Halbleitermarkt, kämpft jedoch seit Jahren mit Problemen. Im Geschäft mit Chips für Künstliche Intelligenz hat Nvidia eine Spitzenposition erobert. Intel und AMD besetzen inzwischen verstärkt Nischen in der Infrastruktur rund um Nvidia-Chipsysteme. Tan will Intel außerdem als Auftragsfertiger für andere Chipentwickler etablieren.

KennzahlWert
Umsatz im vergangenen Quartal16,1 Milliarden Dollar (14,15 Mrd Euro)
Analystenerwartung beim Umsatz14,4 Milliarden Dollar
Bereinigter Gewinn pro Aktie42 US-Cent
Verlust unter dem Strichelf Milliarden Dollar
Zeitweiser Anstieg der Aktierund zwölf Prozent

Zusammenfassung: Intel meldet starkes Umsatzwachstum und übertrifft die Erwartungen bei Umsatz und bereinigtem Gewinn pro Aktie. Gleichzeitig bleibt der Konzern mit einem Verlust von elf Milliarden Dollar und strukturellen Problemen konfrontiert.

NDR fragt nach dem Einfluss von KI auf den Alltag

Der NDR.de hat eine neue #NDRfragt-Umfrage zum Thema Künstliche Intelligenz gestartet. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und wie Menschen KI nutzen und wie sie auf die aktuellen Entwicklungen blicken.

Als Beispiele für den Einsatz im Alltag nennt der NDR Empfehlungen für Rezepte und Reiserouten, das Schreiben und Übersetzen von E-Mails sowie Ideen für Geburtstage und Ratschläge im Umgang mit schwierigen Kollegen. Zugleich fragt die Umfrage nach den Auswirkungen auf Beziehungen, Jobs, Bildung und Kreativität.

Weitere Themen sind der Einfluss von KI auf die Umwelt, die Sicherheitspolitik und die Gesellschaft. Der NDR möchte erfahren, wo KI das Leben erleichtert, wo Bedenken bestehen und ob die Befragten optimistisch in eine KI-Zukunft schauen oder eine stärkere Regulierung befürworten.

Teilnehmende können außerdem einen kurzen Test absolvieren, bei dem sie KI-generierte Bilder von echten Bildern unterscheiden sollen. Am Ende des KI-Quiz gibt es laut NDR Tipps, woran sich KI-Bilder erkennen lassen.

Die Teilnahme an der Umfrage ist bis Montag, 27. Juli, um 6 Uhr möglich. Die Ergebnisse sollen im August im NDR-Programm sowie auf NDR.de/NDRfragt veröffentlicht werden.

  • Gefragt wird nach der persönlichen Nutzung von KI.
  • Untersucht werden Auswirkungen auf Jobs, Beziehungen, Bildung und Kreativität.
  • Die Umfrage thematisiert auch Umwelt, Sicherheitspolitik und Gesellschaft.
  • Ein KI-Quiz soll helfen, KI-generierte Bilder zu erkennen.

Zusammenfassung: Der NDR sammelt Erfahrungen und Einschätzungen der Bevölkerung zur Nutzung und zu den Folgen Künstlicher Intelligenz. Die Ergebnisse der Umfrage sollen im August veröffentlicht werden.

KI sorgt für Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt

DIE ZEIT berichtet über Stellenabbau und die wachsende Nutzung von KI in Büros und Browser-Tabs. Im Mittelpunkt steht der Softwareentwickler Dario Weber, der seinen Frontend-Job bei einem Tech-Unternehmen verlor, nachdem der Konzern rund 250 Stellen gestrichen hatte.

Routineaufgaben wie Coding, Debugging und Prompt-getriebene Webarbeit wurden laut der Zusammenfassung zunehmend an Künstliche Intelligenz delegiert. Weber hatte sich vor zehn Jahren Programmierkenntnisse angeeignet, weil er sich dadurch bessere Chancen auf gute Jobs versprach. Einige Jahre später wurde er Softwareentwickler bei einem bekannten Tech-Unternehmen und war dort für die Funktion und Weiterentwicklung einer Website zuständig.

„Vielleicht war das naiv, aber ich dachte bis vor ein paar Monaten, dass ich noch lange dort arbeiten würde“, sagt Dario Weber laut DIE ZEIT.

Der Arbeitssoziologe Martin Kuhlmann ordnet den Stellenabbau laut DIE ZEIT zurückhaltend ein. KI sei häufig eine öffentlich gut verwendbare Begründung für einen ohnehin geplanten Personalabbau. In der Praxis würden sich Tätigkeiten meist verändern, statt vollständig zu verschwinden.

Die verbleibenden Teams müssten den Produktivitätszuwachs allerdings häufig mit zusätzlicher Arbeit ausgleichen. Der Artikel beschreibt damit ein Spannungsfeld zwischen technologischem Fortschritt, Einsparungen und steigender Belastung für Beschäftigte.

Auch Maya Noor aus der Versicherungsbranche wird als Beispiel genannt. Dort veränderten automatisierte Schadenerfassung, externe Dienstleister, 360-Grad-Kameras und Remote-Überwachung die Bearbeitung selbst komplexer Großschäden. Ihr vermeintlicher Traumjob wurde dadurch abgeschafft.

  • KI übernimmt zunehmend Routineaufgaben wie Coding und Debugging.
  • Stellen können durch technologische Umstrukturierungen wegfallen.
  • KI kann laut Arbeitssoziologe auch als Begründung für bereits geplanten Personalabbau dienen.
  • Verbleibende Teams können durch zusätzliche Arbeit belastet werden.

Zusammenfassung: DIE ZEIT beschreibt KI sowohl als direkte Ursache für den Wegfall einzelner Tätigkeiten und Stellen als auch als Schlagwort im Zusammenhang mit Sparmaßnahmen. Für Beschäftigte entstehen dadurch Zukunftsängste und die Notwendigkeit beruflicher Neuorientierung.

Hessische Kommunen testen KI in Rathäusern

In hessischen Städten und Gemeinden hält Künstliche Intelligenz zunehmend Einzug in die Verwaltung, berichtet hessenschau.de. Die Anwendungen sollen Beschäftigte entlasten, Abläufe beschleunigen und den Fachkräftemangel abfedern.

Rüsselsheim plant ein KI-gestütztes Assistenzsystem für die Verwaltung. Es soll Sitzungsprotokolle erstellen, Dokumente in einer Wissensdatenbank durchsuchen sowie E-Mails von Bürgerinnen und Bürgern vorsortieren und teilweise beantworten.

„Es geht nicht darum, den Mensch durch die Maschine zu ersetzen. Es geht einfach nur darum, die Abläufe in der Verwaltung zu optimieren, effizienter zu werden“, sagt Oberbürgermeister Patrick Burghardt laut hessenschau.de.

Die Stadt nutzt dafür eine verwaltungsinterne IT-Plattform, die ähnlich wie Microsoft Office funktioniert. Personenbezogene Daten dürfen nicht in öffentliche KI-Systeme wie ChatGPT eingegeben werden. Deshalb setzen Städte und Kommunen auf geschlossene Systeme innerhalb der eigenen IT-Infrastruktur.

Für das Projekt erhält Rüsselsheim 309.000 Euro aus einem Topf des Digitalministeriums. Etwa 15 Prozent der Kosten muss die Stadt selbst tragen. Das Projekt steht noch am Anfang und soll erst in 18 Monaten abgeschlossen sein.

Auch andere Kommunen erproben KI. Bensheim hat ein Strategiepapier zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz erarbeitet und will Routineaufgaben automatisieren. Im Kreis Bergstraße wird KI unter anderem eingesetzt, um Hunderte Seiten von Akten innerhalb weniger Sekunden nach bestimmten Kriterien zu durchsuchen.

Zusätzlich filmen fest installierte Kameras an Müllfahrzeugen den Zustand des Straßenbelags. Eine KI wertet aus, ob Schlaglöcher oder Risse behoben werden müssen.

In Offenbach kommt im Bürgerbüro, bei An- und Ummeldungen von Wohnsitzen, bei Führerscheinen und im Wohnungsamt die kognitive KI „Emma“ zum Einsatz. Das Automatisierungstool überträgt Daten in verschiedene Systeme, prüft Anträge, füllt Suchmasken aus und verschickt E-Mails.

Laut hessenschau.de werden inzwischen jährlich etwa 5.000 Wohngeldbescheide automatisch verarbeitet. Die KI trifft dabei keine Entscheidung, sondern bereitet sie vor; über den Antrag entscheidet weiterhin ein Mensch. Ein KI-gestützter Telefonassistent für Bürgerbüro und Ausländeramt soll künftig Gespräche in unterschiedlichen Sprachen ermöglichen.

„Wir bauen keine Arbeitsplätze ab, sondern wir wollen dafür sorgen, dass wir als Kreisverwaltung weiter die Arbeit bewältigen können, wenn wir die Mitarbeiter gar nicht mehr bekommen auf dem Arbeitsmarkt, die wir bräuchten“, sagt Johannes Bunsch vom Kreis Bergstraße laut hessenschau.de.

Eine landesweite Übersicht über KI-gestützte Systeme in hessischen Kommunen gibt es laut dem Bericht nicht. Der Hessische Städte- und Gemeindebund berichtet, Anfragen zu den Möglichkeiten und rechtlichen Herausforderungen der KI-Nutzung erfolgten bislang nur vereinzelt.

Kritik kommt von der FDP, die Hessen eine fehlende Gesamtstrategie vorwirft. Statt einzelner Pilotprojekte solle KI systematisch in alle Kommunen ausgerollt werden. Als Modell schlägt die FDP eine Muster-KI-Kommune vor, deren Lösungen durch finanzielle Anreize auf andere Kommunen übertragen werden könnten.

Projekt oder AnwendungAngabe
Förderung für Rüsselsheim309.000 Euro
Eigenanteil der Stadt RüsselsheimEtwa 15 Prozent der Kosten
Geplante Dauer des Rüsselsheimer Projekts18 Monate
Automatisch verarbeitete WohngeldbescheideEtwa 5.000 jährlich

Zusammenfassung: Hessische Kommunen setzen KI für Protokolle, Dokumentensuche, Antragsbearbeitung, Aktenauswertung und die Erkennung von Straßenschäden ein. Die Projekte sollen Beschäftigte unterstützen, stehen aber vielfach noch am Anfang und werden durch Fragen zu Datenschutz, Finanzierung und fehlender Gesamtstrategie begleitet.

Codeberg schließt KI-Training und KI-Massenprojekte aus

Die gemeinnützige Plattform Codeberg will laut heise online die auf ihr gehosteten Codes und andere Nutzerdaten nicht für das Training großer Sprachmodelle nutzbar machen. Gleichzeitig sollen die Nutzungsbedingungen geändert werden, damit weitgehend automatisiert durch KI-Agenten erstellte Repositories oder Projekte mit hohem Ressourcenverbrauch künftig gegen die Regeln der Plattform verstoßen können.

Beide Anträge wurden von der Mitgliederversammlung des Codeberg e. V. angenommen. Codeberg ist eine gemeinschaftlich betriebene Plattform für freie und quelloffene Software und bietet Git-Hosting auf Basis von Forgejo, außerdem CI/CD, Pages und eine Weblate-Instanz für Übersetzungen.

Der Beschluss zum KI-Training bekräftigt die bisherige Datenschutzlinie des Vereins. Weder Quellcode noch Daten von Nutzern und Projekten sollen für generative KI genutzt oder zum Training großer Sprachmodelle herangezogen werden.

Die Regelung betrifft laut heise online die Codeberg-Dienste selbst, nicht zwingend externe Akteure, die öffentlich zugängliche Repositories automatisiert abrufen. Gerade solche Abrufe betrachtet Codeberg als Belastung, weil KI-Anbieter nicht nur Git-Repositories über den üblichen git-clone-Weg durchsuchen, sondern auch Webansichten, Issue-Filter, Historienstände und wiederholt identische Dateien abrufen.

Diese Zugriffe belasten die Datenbanken und führen zu Limits und Schutzmaßnahmen, die auch legitime Nutzer treffen können. Codeberg begründet seine Position außerdem mit dem steigenden Infrastrukturbedarf, dem Energieverbrauch und der Belastung kleiner Betreiber durch teurere Hardware.

Der zweite Beschluss richtet sich gegen sogenannte „vibe-coded“-Projekte. Gemeint sind Repositories, deren Inhalte weitgehend durch Large Language Models oder autonome Agenten entstehen, ohne dass Menschen sie langfristig prüfen, weiterentwickeln und warten.

Die Mitgliederversammlung nahm diesen Antrag mit 358 Ja- zu 144 Nein-Stimmen bei 14 Enthaltungen an. Codeberg kündigt weder eine automatische Suche nach KI-generiertem Code noch eine kurzfristige Massenlöschung bestehender Repositories an.

Projekte mit aktiver Community oder einer längeren, vor dem LLM-Boom begonnenen Entwicklungsgeschichte sollen voraussichtlich nicht betroffen sein. Kleine Experimente und Skripte mit geringem Ressourcenverbrauch sollen in der Praxis in der Regel geduldet werden.

Strenger bewertet Codeberg Projekte, die KI-Agenten autonom erzeugen, stark LLM-gestützte Entwicklungen sowie Repositories mit unverhältnismäßig hohem Speicher- oder CI-Verbrauch. Als Beispiel nennt der Verein Projekte, die von einer einzelnen Person betrieben werden, aber große Binärpakete für viele Plattformen bauen und umfangreiche Pipelines ausführen.

Der Bericht verweist außerdem auf den steigenden Prüfaufwand für Maintainer. KI-Werkzeuge erleichtern zwar das Einreichen von Änderungsvorschlägen und Pull Requests, reduzieren aber nicht automatisch die notwendige Kontrolle von Architektur, Tests, Sicherheit, Lizenzlage und Wartbarkeit.

Abstimmung zum AntragStimmen
Ja358
Nein144
Enthaltungen14

Zusammenfassung: Codeberg will seine Daten nicht für das Training großer Sprachmodelle bereitstellen und plant Regeln gegen weitgehend automatisiert erzeugte KI-Massenprojekte. Die Plattform setzt dabei auf Datenschutz, Ressourcenschonung und eine Begrenzung des zusätzlichen Prüf- und Infrastrukturaufwands.

KI-generierte Musik ist für viele Hörer schwer erkennbar

WELT beschäftigt sich mit der Frage, wie Musik durch Künstliche Intelligenz entsteht und wie sich KI-generierte Songs erkennen lassen. Laut dem Artikel können nur drei Prozent aller Hörer unterscheiden, ob Musik von Menschen komponiert oder von einer KI erzeugt wurde.

Stephan Baumann, der als KI-Experte und Musiker beschrieben wird, erklärt, dass die Entstehungsweise von Musik für die KI völlig fremd sei. Zugleich zeigt der Beitrag, wie sich Hörer gegen eine Flut von sogenannten Suno-Fakes wappnen können.

„Wie Musik gemacht wird, ist der KI völlig fremd“, lautet die zentrale Aussage des Beitrags von WELT.

Damit stellt der Artikel die Frage, ob die technische Herkunft eines Songs für das Publikum überhaupt noch eine Rolle spielt, wenn die meisten Hörer den Unterschied nicht erkennen können. Im Mittelpunkt stehen deshalb sowohl die Wahrnehmung der Musik als auch der Umgang mit künstlich erzeugten Stücken.

Zusammenfassung: WELT berichtet, dass nur drei Prozent der Hörer den Unterschied zwischen menschlich komponierter und KI-generierter Musik erkennen können. Der Beitrag ordnet außerdem ein, wie sich Nutzer gegen KI-generierte Songs und Suno-Fakes schützen können.

Quellen:

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Die sache mit den Jobs find ich am heftigsten, erst heist es KI hilft nur und dann sind plötzlich 250 Leute weg, aber bei Behörden klingt es wieder nach mehr arbeit für alle statt weniger, irgentwie passt das nicht zusammmen
Bei Codeberg find ich den Punkt mit den KI-Agenten eigendlich am spannendsten, weil es ja nicht nur darum geht ob ein bischen Code von einer KI kommt. Wenn jemand ein ganzes Projekt automatisch bauen lässt und dann hunderte Pipelines und riesen Dateien laufen lässt, müssen andere das am ende kontrolieren und bezahlen, obwohl sie garnichts davon haben. Das ist schon irgentwie wie wenn man auf dem Parkplatz von anderen dauernd sein Zeug abstellt und sich wundert das keiner jubelt.

Auch das mit dem KI-Training ist komplizierter als einfach nur „öffentlich ist öffentlich“. Ein Repository ist zwar einsehbar, aber daraus folgt ja nicht automatisch das man alles für ein Geschäftsmodell verwenden darf, zumindest moralisch nicht. Rechtlich ist das warscheinlich wieder ein ganz anderer Dschungel mit Ausnahmen und kleingedrucktem. Gerade bei freier Software arbeiten viele Leute freiwillig daran und wollen vielleicht nicht das ihre Arbeit am ende in einem undurchsichtigen Modell landet, das dann code ausspuckt und keiner weis woher.

Bei den Kommunen finde ich die Idee mit der Akten suche erstmal wirklich praktisch. Hunderte Seiten nach einem bestimmten Begriff durchsuchen kann ein Mensch zwar auch, aber es ist halt extrem langweilig und kostet Zeit. Trotzdem würde ich nicht wollen das so ein System alleine entscheidet, warum ein Wohngeldantrag abgelehnt wird oder so. Auch wenn überall gesagt wird der Mensch entscheidet noch, muss der Mensch dann aber auch wirklich noch alles lesen und nicht nur auf den grünen Haken vom Programm vertrauen. Sonst wird aus unterstützung ganz schnell eine Entscheidung durch die Hintertür.

Und bei der Musik wird es langsam etwas schräg. Wenn nur drei Prozent den Unterschied hören, dann ist für viele Leute wahrscheinlich nur wichtig ob der Song gut klingt. Andererseits ist Musik ja nicht nur Ton an Ton, sondern da steckt eine Person, eine Geschichte und manchmal auch jahrelanges üben dahinter. Wenn dann massenhaft automatisch gemachte Lieder hochgeladen werden, findet man echte kleine Künstler vielleicht noch weniger. Das Problem ist also nicht unbedingt das ein KI Lied existiert, sondern das es alles andere im Algorithmus zukleistert und keiner mehr weis was er da eigentlich anhört.

Beim Intel Teil bin ich nicht ganz durchgestiegen, Umsatz rauf und gleichzeitig elf Milliarden Verlust klingt erstmal wie ein kompletter widerspruch. Dann ist es wohl wegen dieser Wertberichtigung, aber für normale Leser sieht man halt zuerst nur die zwei Zahlen und denkt sich die Firma geht unter und feiert gleichzeitig. Börse ist schon eine eigene Sprache. Insgesamt wirkt KI in dem Artikel weniger wie eine einzelne Erfindung, sondern eher wie ein Verstärker: gute Abläufe werden schneller, schlechte Entscheidungen werden dafür auch schneller und in grosser Menge gemacht. Und die Rechnung für Strom, Kontrolle und neue Hardware kommt bestimmt nicht einfach aus dem nichts.
Bei den Rathäusern sieht man immerhin, dass KI nicht automatisch Stellen streichen muss, sondern auch helfen kann, den Personalmangel abzufedern – entscheidend bleibt aber, ob die Beschäftigten dadurch wirklich entlastet werden.
Bei den Kommunen finde ich den Ansatz sinnvoll, solange die KI wirklich nur vorbereitet und am Ende ein Mensch entscheidet. Gerade bei Wohngeld oder Aufenthaltsfragen darf es nicht passieren, dass ein fehlerhaftes System einfach durchgewunken wird. Spannend wäre noch, wie die Städte später prüfen wollen, ob die eingesparte Zeit tatsächlich bei den Bürgern ankommt.

Zusammenfassung des Artikels

KI verändert Wirtschaft, Arbeit und Verwaltung: Intel profitiert von KI-Rechenzentren, während Umfragen und Kommunalprojekte Chancen, Risiken und neue Anwendungen untersuchen.

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